... gibt’s so manche Leckerei – auch für Hund und Katze. Und das freut unsere Lieblinge natürlich ganz besonders. Hier einige Inspiration für dich und worauf du achten solltest, damit die stimmungsvolle Vorfreude nicht getrübt wird.
Erstens gehört das Backen von Keksen doch irgendwie fix zur stimmungsvollen Adventzeit dazu oder? Und zweitens geht Liebe auch durch den Hunde- und Katzenmagen. Wieso also nicht auch unsere Lieblinge mit Selbstgebackenem überraschen? Naschereien für die Vierbeiner selbst zu backen, hat gleich mehrere Vorteile:
- Man weiß genau, was drinnen ist
- Es gibt keine versteckten Inhaltstoffe
- Man weiß genau über die Qualität der Zutaten Bescheid
- Man kann auf individuelle Vorlieben eingehen
- Man kann auf Allergiker eingehen
- Man kann auf gesundheitliche Bedürfnisse eingehen
Damit auch alles nach Plan funktioniert, hier meine besten Tipps und Tricks.
Tipps und Tricks
- Die Kekse im abgedrehten Rohr noch gut trocknen lassen, bis es ausgekühlt ist – so werden sie auch lange haltbar.
- Nie luftdicht verschließen, sonst hält sich die Feuchtigkeit und es bildet sich schnell Schimmel. Keksdosen oder Stoffsäckchen sind perfekt!
- Generell gilt: Je weniger Fett sie enthalten, je dünner und je härter die Kekse sind, desto länger ist ihre Haltbarkeit. Ist Fleisch unter den Zutaten, auf eine lange Backzeit bei geringer Temperatur achten, damit die Kekse gut getrocknet sind und auch dann nicht zu lange aufheben!
- Alle Kekse in einer maulgerechten Größe backen.
- Ausschließlich für dein Tier geeignete Zutaten verwenden!
- Und last but not least – die Fütterungsempfehlung: immer dem Gewicht und der Größe jedes Tieres angemessen, am besten aber rechnet man die verschmauste Leckerli-Menge in die tägliche Futterration ein so bleibt dein Liebling schlank, agil und gesund, trotz Naschereien zwischendurch. Als Richtwert gilt: an der Tagesration sollten die Leckerli maximal 10% der Kalorienmenge ausmachen – besser noch maximal 5% ;) dann braucht man nichts großartig berechnen
Für Hunde
Vanillekipferl
- 100 g Buchweizenmehl
- 50 g geriebene Haselnüsse
- 1 Ei
- Etwas Wasser
- Mark einer Vanilleschote
- Zum Bestreuen etwas Kokosmehl
Alles zu einem glatten Teig verkneten, zu ca. 0,5 mm dicken Rollen rollen und zu Kipferln formen. Bei 170°C 10 Minuten hell backen. Noch heiß mit Kokosmehl bestreuen.
Leberwurst-Giottos
- 100 g Haferflocken
- 75 g Hüttenkäse
- 75 g Leberwurst
- 2 EL Kokosöl flüssig
- Etwas Wasser
- Kräuter nach Belieben
Alles gut vermischen und zu Kugerl formen. Bei 180°C ca. 30 Minuten backen.
Schoko-Look
Carob-Glasur (bitte nicht für Katzen verwenden!)
Sie sollte eine Mischung aus Carob-Pulver und Kokosöl sein – am besten im Verhältnis 1:2 – generell gilt: So viel Carob, dass eine zähflüssige Glasur entsteht, die auch gut auf den Keksen haften bleibt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – sehr hübsch sieht ein zur Hälfte in Carob-Glasur getauchter Hundekeks – bestreut mit etwas Kokosraspel – aus. Ergibt auch einen Schneelook.
Wenn es bunt werden soll
Farbe auf den Hundekeksteller zauberst du am besten mit Karottensaft, Rote-Rüben-Saft (bitte nicht für Katzen!), Spirulinapulver oder Kurkuma. Nur eines solltest du dabei immer bedenken – all diese natürlichen „Färbemittel“ erzeugen nie eine solch intensive Farbe, wie so manch industriell hergestellte. Aber das ist auch gut so – für deinen Liebling!!
Für Katzen
Knusperlis
500 g Rinderfaschiertes auf einem Backpapier dünn ausrollen, mit einem Pizzaschneider in kleine Rauten schneiden und bei 140°C für 2 Stunden knusprig backen.
Jedes andere Fleisch auch möglich!
Käsepops
Laktosearmen Käse wählen – Cheddar, Gouda, Emmentaler – in kleine, dünne Quadrate schneiden (am besten gleich Schnittkäse verwenden), auf ein Backblech legen und bei 130°C für 30 Minuten backen.
Generell gilt:
Auch rohes Fleisch ist ein toller Kausnack für Katzen. Außerdem reinigen sie damit gleich ihre Zähne. Denn bei Katzen ist Zähneputzen oftmals nicht ganz so einfach.
Geeignet sind etwa
- Rohes Muskelfleisch
- Rohe Geflügelmägen (von der Proteinzusammensetzung dem reinen Muskelfleisch sehr ähnlich, also eine sehr hochwertige Proteinquelle)
- Rohe Herzen (vor allem Geflügelherzen sind von der Proteinzusammensetzung dem reinen Muskelfleisch sehr ähnlich, also eine sehr hochwertige Proteinquelle)
- Rohe fleischige Knochen, wenn die Katze etwa gebarft wird, etwa Geflügelhälse oder Karkassen von Geflügel oder Kaninchen
Achtung bei Gewürzen und Kräutern für die Katze:
Unsere Hauskatzen sind, ganz wie ihre freilebenden Verwandten die Großkatzen, reine Fleischfresser. Ihr Körper ist nicht auf die Verdauung und Verstoffwechslung von Pflanzen ausgelegt. Viele Stoffe, vor allem sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle können sich, bei wiederholter Einnahme, im Körper anreichern und werden somit für den Katzenkörper potenziell giftig. Ihre Leber besitzt nicht die Fähigkeit zur Verstoffwechslung belastender Stoffe, seien es Medikamente oder eben sekundäre Pflanzenstoffe. Durch die sogenannte Glucoronidierung mittels speziellen Enzyms werden diese Stoffe normalerweise in der Leber in wasserlöslichere Formen gebracht und somit über die Nieren ausgeschieden. Der Katze fehlt dieses Enzym aber. Sie hat also eine Glucoronidierungsschwäche und kann daher nicht nur Medikamentengifte, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe wie Scharfstoffe, ätherische Öle, Terpene oder Salicylsäure nicht optimal entgiften.
Was nicht für Tiermägen bestimmt ist
- Schokolade, Kochschokolade, Kakao
- Bittermandeln
- Macadamia-Nüsse
- Rosinen / Weintrauben
- Alkohol:
- Zucker, Birkenzucker bzw. Xylitol/Xylit
- Cassia Zimt
- Kaffee und Schwarztee
Wieso genau diese Lebensmittel nichts für Tiere sind, kannst du auch ausführlich in meinem neuen Adventspezial als e-Book „Liebe geht durch den Hundemagen“ nachlesen!
